Wenn du in Deutschland arbeitssuchend gemeldet bist, hast du Zugriff auf eines der mächtigsten Förderinstrumente des Sozialstaats – doch viele wissen gar nicht, wie sie es richtig einsetzen. Die Rede ist vom Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein, kurz AVGS.
Dieser Gutschein ist im wahrsten Sinne des Wortes bares Geld wert. Er ist deine Eintrittskarte für kostenlose Weiterbildungen, Coachings und Orientierungskurse, die dich fit für den ersten Arbeitsmarkt machen. In diesem ausführlichen Guide erfährst du alles, was du wissen musst, um dieses „Goldene Ticket“ zu erhalten und für deine Karriere in der Energiebranche zu nutzen.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist der AVGS genau?
- Der Unterschied zum Bildungsgutschein
- Wer hat Anspruch? (Rechtsanspruch vs. Ermessen)
- Was wird gefördert?
- Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Beantragung
- Die besten Argumente für deinen Sachbearbeiter
1. Was ist der AVGS genau?
Der AVGS ist eine Zusicherung der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Mit diesem Dokument bestätigt die Behörde, dass sie die Kosten für eine bestimmte Maßnahme zu 100% übernimmt. Das bedeutet für dich: Null Kostenrisiko.
Der Gutschein hat meistens eine Gültigkeit von drei bis sechs Monaten. Ziel der Maßnahme (MAT – Maßnahme bei einem Träger) ist es immer, deine Chancen auf eine dauerhafte Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu verbessern.
2. AVGS vs. Bildungsgutschein: Was ist der Unterschied?
Viele verwechseln diese beiden Instrumente. Hier ist die Abgrenzung:
- Bildungsgutschein: Dieser wird meist für langfristige Umschulungen (z.B. 2 Jahre IHK-Abschluss) genutzt.
- AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein): Dieser ist flexibler. Er ist gedacht für Orientierung, Coaching oder kurze Qualifizierungen (wie unseren 4-wöchigen Energie-Kurs). Er ist ideal, um herauszufinden, wohin die Reise gehen soll.
3. Wer hat Anspruch auf den AVGS?
Hier wird es juristisch interessant, aber wir brechen es einfach herunter.
Der Rechtsanspruch (Muss-Leistung)
Du hast einen gesetzlichen Anspruch auf den AVGS, wenn du:
- Bezieher von Arbeitslosengeld I (ALG I) bist.
- Seit mindestens 6 Wochen arbeitslos gemeldet bist.
Die Ermessensleistung (Kann-Leistung)
Für alle anderen (Bürgergeld/ALG II, Arbeitssuchende ohne Leistungsbezug) gilt: Der Sachbearbeiter kann den Gutschein bewilligen. Hier kommt es extrem auf deine Motivation und deine Argumentation an. Wenn du schlüssig darlegen kannst, dass dich ein Kurs direkt in Arbeit bringt, wird der Antrag fast immer genehmigt.
4. Schritt-für-Schritt: So beantragst du den AVGS
Der Prozess ist weniger bürokratisch, als du denkst. Folge diesem Plan:
Schritt 1: Recherche
Such dir bevor du zum Amt gehst eine passende Maßnahme aus. Sachbearbeiter lieben Eigeninitiative. Wenn du sagst: "Ich möchte den Orientierungskurs Energie beim Future Job Institute machen", hast du schon halbe Arbeit geleistet.
Schritt 2: Das Gespräch
Vereinbare einen Termin bei deinem Vermittler. Sag offen, dass du dich beruflich neu orientieren willst, z.B. in Richtung Erneuerbare Energien.
Schritt 3: Erhalt des Gutscheins
Du bekommst das Dokument "Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein" per Post oder direkt in die Hand.
Schritt 4: Einlösen
Schicke den Original-Gutschein an uns. Wir erledigen den Rest. Sobald das "Go" kommt, kannst du starten.
5. Argumentationshilfe: So überzeugst du deinen Vermittler
Argument 1 (Fachkräftemangel): "Die Energiewende braucht dringend Personal. Eine Qualifizierung in diesem Bereich garantiert mir fast schon einen Job."
Argument 2 (Kosten-Nutzen): "Bevor wir eine teure 2-jährige Umschulung finanzieren, möchte ich in diesem 4-wöchigen Kurs prüfen, ob ich technisch geeignet bin."
Argument 3 (Zertifizierung): "Der Anbieter ist AZAV-zertifiziert und spezialisiert."
Fazit: Nutze deine Chance jetzt
Der AVGS ist dein Schlüssel zu einer kostenlosen, hochwertigen Weiterbildung. Warte nicht, bis du vermittelt wirst – nimm deine Zukunft selbst in die Hand.
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