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Förderwege

QCG: Weiterbildungskosten und Mitarbeitergehälter fördern lassen.

KI-Weiterbildung für Beschäftigte im Handwerk: Förderung der Lehrgangskosten und Zuschüsse zum Arbeitsentgelt – auch bei Weiterbildung in Teilzeit.

Für BeschäftigteLehrgangskosten + ArbeitsentgeltTeilzeit möglich

Zukunftsjobs Energie · 4 Min. Lesezeit · Inhaltlich aktualisiert am

Zwei Zuschüsse für deinen Betrieb

Die Beschäftigtenförderung nach dem Qualifizierungschancengesetz, kurz QCG, unterstützt Weiterbildung im bestehenden Arbeitsverhältnis. Die heutigen Förderregeln stehen insbesondere in § 82 SGB III. Möglich sind eine Übernahme von Lehrgangskosten und ein Zuschuss zum Arbeitsentgelt für den Arbeitsausfall durch die Weiterbildung.

Für einen kleinen Handwerksbetrieb mit weniger als 50 Beschäftigten sind grundsätzlich 100 % der Lehrgangskosten und 75 % des förderfähigen Arbeitsentgelts vorgesehen. Ob die Voraussetzungen bei euch vorliegen, entscheidet die Agentur für Arbeit.

Wie hoch kann die Förderung ausfallen?

Die Tabelle zeigt die regulären Fördersätze nach Betriebsgröße. Zuschüsse setzen die individuelle Bewilligung voraus. Für das Arbeitsentgelt zählt der weiterbildungsbedingte Arbeitsausfall; die Prozentwerte beziehen sich nicht auf das gesamte Monatsgehalt.

BetriebsgrößeLehrgangskostenFörderfähiges Arbeitsentgelt
Unter 50 BeschäftigteGrundsätzlich 100 %75 %
50 bis 499 Beschäftigte50 %50 %
Ab 500 Beschäftigten25 %25 %
  • Für die Betriebsgröße kann das gesamte Unternehmen oder der Konzern maßgeblich sein. Teilzeitkräfte werden nach den gesetzlichen Regeln anteilig berücksichtigt.
  • In Betrieben unter 500 Beschäftigten sollen die Lehrgangskosten für Beschäftigte ab 45 Jahren oder mit Schwerbehinderung vollständig übernommen werden.
  • Eine passende Betriebsvereinbarung oder tarifliche Regelung kann die Förderung um fünf Prozentpunkte erhöhen. Den konkreten Umfang bestätigt der Arbeitgeber-Service.

In Teilzeit lernen. Im Betrieb weiterarbeiten.

Die drei FJI-Kurse sind auch in Teilzeit möglich. Deine Mitarbeitenden können außerhalb der vereinbarten Lernzeiten weiter im Betrieb arbeiten. So lässt sich Weiterbildung mit Aufgaben im Büro, im Service oder in der Werkstatt verbinden.

FJI plant in Teilzeit einen zusammenhängenden halben Lerntag; die Kursdauer verdoppelt sich gegenüber Vollzeit. Lernblock und Arbeitszeiten werden vorher gemeinsam abgestimmt. Für die Lernzeiten braucht es eine verlässliche Freistellung und Vertretung.

Was bedeutet der Gehaltszuschuss im Alltag?

Ein SHK-Betrieb stellt eine Bürokraft für den vereinbarten Lernblock frei. Außerhalb dieser Zeit bearbeitet sie weiter Kundenanfragen und Aufträge. Für den durch die Weiterbildung entstehenden Arbeitsausfall kann der Betrieb einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt erhalten.

Rechenbeispiel zur Einordnung: Erkennt die Agentur für Arbeit 1.000 Euro als förderfähiges Arbeitsentgelt an und bewilligt 75 %, entspricht das 750 Euro Zuschuss. Die 1.000 Euro sind eine angenommene Berechnungsgrundlage, kein Kurs- oder Gehaltsangebot. Die tatsächliche Grundlage und den Zuschuss legt die Agentur fest.

Welche Voraussetzungen werden geprüft?

Die Weiterbildung muss mehr als 120 Stunden umfassen. Sowohl der Bildungsträger als auch die konkrete Maßnahme müssen für die Förderung zugelassen sein. Die Inhalte müssen über eine kurzfristige Einweisung am Arbeitsplatz hinausgehen.

  • Der Berufsabschluss liegt in der Regel mindestens zwei Jahre zurück.
  • In den letzten zwei Jahren wurde keine Weiterbildung nach dieser Vorschrift gefördert.
  • Gesetzlich vorgeschriebene Pflichtschulungen sind ausgeschlossen.
  • Die Zulassung und Förderfähigkeit des konkret gewählten FJI-Kurses werden vor dem Start geprüft.

So bereitest du die Förderung vor

Beschreibe zuerst, wer in deinem Betrieb welche KI-Aufgaben übernehmen soll. Eine klare Aufgabe macht den Bedarf greifbar: zum Beispiel Kundenanfragen ordnen, Berichte vorbereiten oder Abläufe im Büro verbessern.

  • Bei FJI passenden Kurs, Teilzeitmodell und aktuelle Kursunterlagen anfragen.
  • Mit dem Arbeitgeber-Service die Voraussetzungen sowie Zuschüsse zu Kosten und Arbeitsentgelt klären.
  • Arbeitszeiten, Lernzeiten und benötigte Nachweise zusammenstellen.
  • Antrag frühzeitig vor Kursbeginn stellen und die Entscheidung abwarten.

QCG, Bildungsgutschein und Qualifizierungsgeld

QCG bezeichnet hier die Förderung von Beschäftigten. Auch dabei kann ein Bildungsgutschein eingesetzt werden. Die beiden Begriffe sind deshalb keine vollständig getrennten Fördertöpfe. Unsere Bildungsgutschein-Seite erklärt vor allem den persönlichen Weg bei Arbeitslosigkeit oder drohender Arbeitslosigkeit.

Das Qualifizierungsgeld ist eine andere Förderleistung mit eigenen Voraussetzungen. Diese Seite beschreibt die Zuschüsse zu Lehrgangskosten und Arbeitsentgelt nach § 82 SGB III.

Weiterführende Quellen

Häufige Fragen

Wird das gesamte Mitarbeitergehalt bezuschusst?

Der Zuschuss bezieht sich auf das förderfähige Arbeitsentgelt für den Arbeitsausfall durch die Weiterbildung. Für die regulär geleistete Arbeitszeit ist dies keine pauschale Gehaltsförderung.

Können Mitarbeitende während einer Teilzeit-Weiterbildung weiterarbeiten?

Ja, außerhalb der abgestimmten Lernzeiten können sie weiter im Betrieb arbeiten. Für die Lernblöcke braucht es Freistellung und eine passende Einsatzplanung.

Ist jeder KI-Kurs automatisch QCG-förderfähig?

Nein. Person, Betrieb, Bildungsträger und konkrete Maßnahme müssen die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen. Die verbindliche Entscheidung trifft die Agentur für Arbeit.

Auch in Teilzeit möglich. Mitarbeitende können außerhalb der Lernzeiten weiterarbeiten. Förderung für Kurskosten und Arbeitsentgelt ansehen →

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