Zukunftsjobs Energie · 3 Min. Lesezeit
1. Eine Aufgabe auswählen
Sammle gemeinsam mit dem Team wiederkehrende Tätigkeiten. Entscheide dich zunächst für eine Aufgabe mit klaren Eingaben und gut überprüfbarem Ergebnis. Eine Zusammenfassung freigegebener Notizen ist leichter abzugrenzen als die automatische Bearbeitung sämtlicher Kundenkontakte.
Notiere, wie lange die Aufgabe heute dauert und welche Fehler oder Rückfragen regelmäßig auftreten. Diese Ausgangslage brauchst du später für einen fairen Vergleich.
Ein Pilot mit zehn anonymisierten SHK-Anfragen
Eine Bürokraft und ein Meister testen gemeinsam die Vorbereitung von Rückfragen für Wärmepumpen-Ortstermine. Zehn Übungsfälle reichen für einen ersten Vergleich, aber nicht als Zuverlässigkeitsnachweis für alle Fälle.
| Arbeitsschritt | Konkret im Betrieb |
|---|---|
| Unterlagen / Ausgangslage | Enthalten sind vollständige Anfragen, fehlende Gebäudedaten, widersprüchliche Terminwünsche und ein Serviceanliegen, das nicht in die Neubauplanung gehört. |
| Ergebnis / nächster Schritt | Zu jedem Fall werden Kategorie, bekannte Angaben, offene Fragen und Antwortentwurf dokumentiert. Das Team notiert Fehler und die gesamte Bearbeitungszeit. |
| Prüfung / Zuständigkeit | Erst wenn die Aufgabe im abgegrenzten Test zuverlässig bearbeitet wird, entscheidet der Betrieb über einen weiteren Versuch. Unklare und dringende Fälle bleiben in persönlicher Bearbeitung. |
2. Informationen und Zuständigkeiten klären
Lege fest, welche Quellen verwendet werden dürfen und wer sie aktuell hält. Nicht jede Information aus einem Kundenordner gehört in jedes KI-Werkzeug. Binde die verantwortlichen Stellen ein, sobald betriebliche oder personenbezogene Daten betroffen sind.
Benenne eine Person für die fachliche Freigabe. Definiere außerdem, was passiert, wenn die KI keine passende Antwort findet oder widersprüchliche Angaben vorliegen.
3. Einen kleinen Pilotversuch vorbereiten
Wähle einige typische, freigegebene Beispiele aus. Beschreibe das gewünschte Ergebnis in einer festen Vorlage. Teste bewusst auch unvollständige Eingaben, widersprüchliche Notizen und Sonderfälle.
Bewahre Original und KI-Ergebnis nebeneinander auf. So lassen sich Korrekturen nachvollziehen und die Arbeitsanweisungen verbessern. Die ersten Versuche dienen dem Lernen, nicht einer sofortigen automatischen Bearbeitung.
4. Die passende Kompetenz aufbauen
Für klare Anweisungen und Ergebnisprüfung kann der FJI-Kurs „KI im Beruf anwenden“ passen. Für eine eigene Oberfläche mit Daten kommen Anwendungen in Betracht. Wenn mehrere Programme zusammenarbeiten sollen, ist Automatisierung der relevante Schwerpunkt.
Die Kurse sind einzeln wählbar. Ein gemeinsames Grundverständnis im Team und ein klarer fachlicher Ansprechpartner bleiben auch dann wichtig, wenn nur eine Person einen vertiefenden Kurs besucht.
5. Den gesamten Aufwand vergleichen
Miss Bearbeitung, Prüfung und Nacharbeit zusammen. Zähle nicht nur eingesparte Schreibzeit, sondern auch neu entstandene Kontrollen. Frage die Beteiligten, ob sie das Ergebnis leichter verstehen und weiterverwenden können.
Wird der Ablauf nicht besser, grenze die Aufgabe enger ein oder verzichte vorerst auf den Einsatz. Auch das ist ein nützliches Ergebnis eines Pilotversuchs.
6. Erst nach einem erfolgreichen Test ausweiten
Dokumentiere die freigegebene Arbeitsweise, ihre Grenzen und den Rückweg zur manuellen Bearbeitung. Plane einen Termin, an dem Quellen, Vorlagen und Ergebnisse erneut überprüft werden.
Ein Ausbau auf weitere Mitarbeitende oder Datenquellen ist eine neue Entscheidung. Prüfe dabei erneut Zugriffe, fachliche Verantwortung und den Aufwand für die laufende Betreuung.
Auch in Teilzeit möglich. Mitarbeitende können außerhalb der Lernzeiten weiterarbeiten. Förderung für Kurskosten und Arbeitsentgelt ansehen →
Dein Weiterbildungsweg bei FJIKI im Beruf anwenden
Baue die passenden Fähigkeiten auf und besprich dein Vorhaben direkt mit dem Future Job Institute.